Gesundes Raumklima - Tonputz setzt Maßstäbe

Der Fähigkeit, hervorragend die Feuchtigkeit
aus der Raumluft aufnehmen (= Sorption) und
bei Bedarf wieder abgeben zu können, verdankt  Lehm seinen guten Ruf als wohngesunder Baustoff. Grund dafür ist der im Lehm enthaltene Tonanteil, der durch seine riesige innere Oberfläche besonders gut Feuchtigkeit puffern kann.

Damit der Mensch sich behaglich fühlt, soll sich die Luftfeuchtigkeit in Abhängigkeit von der Temperatur in einem bestimmten Rahmen bewegen. Als Faustformel gelten etwa 40 bis 60% rel. Feuchtigkeit bei üblichen Wohnraum- temperaturen. Zu niedrige Werte führen zu
vermehrter Staubbelastung und trockenen Schleimhäuten, bei zu hoher Feuchtigkeit steigt die Gefahr der Schimmelbildung mit entsprechendem gesundheitlichen Risiko.

Quelle: Dr. Michael Figgemeier und BTI Linz

Material
Sorption in g/m²
Beton B25              
20
Gipsputz
20
Kalk-Gipsputz 20
Kalk-Zement-Putz 23
Lehmputz 30-60
Lehmputz mit diffusionsoffenem Anstrich 25-40
Kalk-Gipsputz, Rauhfaser, 2x Dispersionsfarbe 15
Gipskartonplatte gespachtelt 13
Gipskartonplatte, 3mm Kunstharz-rollputz u. Dispersionsfarbe
5
Kiefernholz geschliffen, unbehandelt 26
Kiefernholz geölt 21
Kiefernholz, geölt und gewachst 13
Kiefernholz lackiert 6
Spezial-Ton Einlagenputz >100

Insbesondere bei den heute üblicherweise hochgedämmten und luftdicht gebauten         Häusern kommt es entscheidend auf die Qualitäten der Wandoberflächen an.

Der Bauphysiker Dr. Michael Figgemeier hat in      der Fachzeitschrift "Ausbau & Fassade" 11/2008
den Einfluss unterschiedlicher Baustoffe auf die Luftfeuchte gemessen und weist insbesondere bei Lehmbaustoffen die Wichtigkeit der Menge und Qualität der Tonminerale nach (siehe Tabelle). Auch der Einfluss der abschließenden Beschich- tung ist von enormer Bedeutung.

Angeregt durch die Ergebnisse Dr. Figgemeiers
ließ EMOTON seinen Spezial-Ton-Einlagenputz
beim Bautechnischen Institut in Linz (BTI) auf Sorptionsfähigkeit prüfen. Die festgestellten
Werte überstiegen jede Erwartung! Wo Lehmputze, lt. Dr. Figgemeier, etwa 30-60 g/m²erreichen, schafft der Tonputz mehr als 100 g/m² ein Vielfaches an Leistung.

Verantwortlich dafür ist zum einen der
deutlich höhere Tonanteil im Tonputz, aber zu einem Gutteil auch die besondere Qualität der eingesetzten Tone.

Eine weitere Eigenschaft der Tonminerale im Putz ist die Fähigkeit Schadstoffe und Gerüche aus der Raumluft zu binden und zu neutralisieren, was den Einsatz von Tonputz, z.B. in der Gastronomie nahelegt. Auch zu diesem hochinteressanten Thema wird momentan ein Studie durchgeführt. Wir werden berichten.

Fazit: Mit Tonputz im  Haus gehören trockene Luft und schlechte Gerüche endgültig der Vergangenheit an.

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